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21.11.2017 13:00

70. VIK-Jahrestagung „Dekarbonisierung: Nur mit der Industrie zum Klimakonsens“

++Fast 200 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung++++Podiumsdebatten und Vorträge zum Beitrag der Wirtschaft zur Energiezukunft++++innovative Beispiele aus führenden Unternehmen zu klimaschonender Produktion++ Bei der 70. VIK-Jahrestagung diskutierten am Dienstag in Berlin fast 200 Experten, Wirtschaftsvertreter und Politiker zum Thema „Dekarbonisierung: Nur mit der Industrie zum Klimakonsens“. Bereits am Vortag beging der VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft das 70. Jahr seiner Gründung mit Jubiläumsfeier in der deutschen Hauptstadt.

„Der VIK hält es gerade in der aktuellen Situation für entscheidend, Flagge hier in Berlin zu zeigen“, sagte VIK-Hauptgeschäftsführerin Barbara Minderjahn zur Eröffnung der Veranstaltung im Tagungs-Hotel Melia. Angesichts von gescheiterten Sondierungen zu einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene bedürfe es einer Intensivierung des Dialogs von Industrie und Politik.

„Wir als Industrie müssen Antworten auf drängende Zukunftsfragen wie Klimaschutz und Energiewende geben – erst recht in politisch bewegten Zeiten wie diesen“, betonte auch Dr. Roland Mohr, Vorsitzender des VIK-Vorstands in seiner Eröffnungsrede der VIK-Jahrestagung. Er verwies auf das aktuelle Diskussionspapier des Verbandes zur Dekarbonisierung und erläuterte dessen Zukunftspotential. Im Interesse der rund 300 VIK-Mitglieder, die für 80 Prozent des Industriestromverbrauchs in Deutschland stehen, forderte Dr. Mohr Planbarkeit und Pragmatismus.

Bei einer aktuellen Runde „VIK und Politik im Gespräch“ debattierten VIK-Vorsitzender Dr. Mohr mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dr. Georg Nüsslein und Jakob Schlandt vom Tagesspiegel. Unter Leitung von Moderator Klaus Stratmann (Handelsblatt) entspann sich eine spannende Debatte nicht nur auf dem Podium, sondern auch mit den Teilnehmern der Jahrestagung, besonders aus Unternehmen, um konkrete und machbare Schritte für die Energie- und Klimawende.

Gewarnt wurde in der Diskussion vor nationalen Alleingängen Deutschlands – die Industrie und vor allem die energieintensiven Unternehmen bräuchten verlässliche Rahmenbedingungen. Zukunftsfähig seien nur eine Balance von Klimaschutz mit Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Zugleich bestand Einigkeit bei der Podiumsdebatte, dass die Gespräche über eine „Jamaika“-Bundesregierung letztlich nicht an Energie- und Klimafragen gescheitert sind. 

Leonie Gebers von der Industrieabteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die BMWi-Staatssekretär Matthias Machnig aufgrund der Politik-Lage vertrat, bekräftigte in der Keynote: Dekarbonisierung müsse bezahlbar und versorgungssicher sein. Deutschland müsse als Industriestandort erhalten bleiben. Zugleich forderte sie jedoch die Wirtschaft auf, tatkräftig an der Entwicklung zur treibhausgasneutralen Gesellschaft aktiv mitzuwirken.

Für die zweite Tagungshälfte standen drei Impuls-Referate sowie Beiträge bei Podiumsdebatten von Experten im Mittelpunkt. Dazu gehören die Stiftung Umweltenergierecht, Agora Energiewende, DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., WWF Deutschland, Mercator Research Institute und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.  Außerdem informierten Industrievertreter von der bse engineering GmbH, der Covestro Deutschland AG und Salzgitter Flachstahl in Kurzvorträgen über innovative Beispiele für klima- und energieschonende Wirtschaftsaktivitäten.

Bereits am Vortag hatte der VIK Verband Industrieller Energie- und Kraftwirtschaft das 70. Jahr seiner Gründung mit einem Festabend in Berlin begangen. An dem Event im Berliner Wasserwerk nahmen und 180 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung teil.

„Die verfügbaren Vorträge der 70. VIK-Jahrestagung und die Medienmitteilung finden sie hier:

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